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Der kranke Zahnarzt

Eine renommierte Versicherung wandte sich an die Detektive International und bat um Hilfe. Der Chefdetektiv Dietmar Wagner traf sich mit dem Sachgebietsleiter und besprach den Sachverhalt. Dieser stellt sich wie folgt dar:

Ein Zahnarzt (wir nennen ihn mal Zielperson) mit zwei großen Zahnarztpraxen in Deutschland bekam seit mehreren Monaten auf Grund einer angeblichen Erkrankung ein horrendes Krankentagegeld. Er selbst hatte in seinen Praxen mehrere andere Zahnärzte angestellt, welche dort regelmäßig behandelten. Trotzdem stand der Verdacht im Raum, dass die Zielperson trotz bestehender Arbeitsunfähigkeit selbst weiterhin Patienten behandelte. Diese sollte in mehreren Fallbeispielen durch die Detektive International überprüft werden.

Nach einer durchgeführten Sachstandsanalyse legte Herr Wagner dem Sachgebietsleiter ein Lösungskonzept vor, welches dieser auch annahm.
Nach eingehender Einsatzplanung vereinbarte Herr Röglin, Geschäftsführer der Detektive Röglin GbR, mit dem die Detektive Wagner seit knapp 20 Jahren eng zusammen arbeiten, einen Beratungstermin in einer der Praxen der Zielperson. Hierbei war es wichtig, nicht explizit bei der Zielperson den Termin zu vereinbaren, um nicht Gefahr zu laufen, nach dem Prinzip „Agent Provokateur“, Fakten zu sammeln, die ggf. einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten, sondern über die Telefonisten einfach einen Termin zu machen. Die Terminvereinbarung gelang; die Telefonistin erklärte, dass der Termin bei der Zielperson sei. Diese würde immer bei Neupatienten die Erstanamnese durchführen und dann ein entsprechendes Behandlungskonzept vorschlagen.

Herr Röglin suchte daraufhin an einem der folgenden Tage die Praxis auf; hierfür musste er knapp 300 km fahren. Dort eingetroffen begab er sich in die Praxis. Währenddessen er am Empfang seine Personalien angab – diese selbstverständlich legendiert und trotzdem überprüfbar – sah er die Zielperson, die er auf Grund eines Fotos im Internet einwandfrei als solche erkennen konnte, wie sie in typischer Arztbekleidung aus einem Behandlungszimmer kam und in das nächste ging.

Nach einer angemessenen Wartezeit wurde dann Herr Röglin in das Sprechzimmer gebeten. Dort traf er auf die Zielperson, welche in der Folgezeit Herrn Röglin untersuchte. Er schlug dann vor, eine hochwertige Amalgamfüllung durch hochwertiges Material zu ersetzen. Außerdem sollten alle vier Weisheitszähne unter Vollnarkose, operativ in seiner Praxis, entfernt werden.

Gemeinsam mit Herrn Röglin betrachtete die Zielperson dessen Röntgenaufnahme. Dabei stellte sie fest, dass die unteren zwei Weisheitszähne sehr nah am Nervenkanal liegen. Zur gezielteren Anamnese, wurde ein Kieferchirurg herbeigezogen. Dieser würde ggfs. auch den operativen Eingriff durchführen.
Die Zielperson und der Kieferchirurg waren sich einig, dass man eine 3 D – Röntgenaufnahme benötige, diese sollte sofort zum Preis von dreihundert Euro durchgeführt werden, allerdings wendete Herr Röglin zunächst die Maßnahme ab. Darüber hinaus sollte vor der OP eine prophylaktische Behandlung in Höhe von 75 € absolviert werden.

Die angesprochenen Maßnahmen sollten beim Folgetermin durchgeführt werden.

Der Ermittler bekam von der Zielperson die Aufklärung über den geplanten Eingriff in schriftlicher Form, sowie einen Fragebogen in Bezug auf die Narkose. Des Weiteren klärte die Zielperson den Ermittler dahingehend auf, dass dieser eine Überweisung des zuständigen Hausarztes benötige.

Die Zielperson hielt sich mit dem Herrn Röglin, ca. 12 – 15 Minuten in dem Behandlungszimmer auf. Sie trug einen weißen Kittel und eine weiße Hose, typisch für deren Tätigkeit. Eine Barzahlung des Ermittlers wurde in der Praxis nicht zugelassen. Über einen externen Dienstleister wird dort fakturiert und der Ermittler erhält eine Rechnung, deren Wert er überweisen muss.
Daraufhin wurde der Einsatz beendet und der Ermittler fuhr wieder zurück ins Büro.

Nachdem Herr Wagner der Detektive International den Sachgebietsleiter über das Ergebnis der Behandlung informiert hatte, wurde noch ein weiterer Einsatz vereinbart.

Dieser wurde zeitnah durch einen Mitarbeiter der Detektive Röglin, ebenfalls Privatpatient, in gleicher Art und Weise, durchgeführt. Der Ablauf war identisch. Die Zielperson führte allein die Erstbehandlung durch und machte Behandlungsvorschläge. In diesem Fall sollten bestehende Zahnlücken durch Implantate gefüllt werden. Auch wurden zunächst ebenfalls kostenintensive Vorbereitungsmaßnahmen vorgeschlagen, welche selbstverständlich nicht durchgeführt wurden.

Nachdem Detektive International den Ermittlungsbericht der Detektive Röglin erhalten hatten, wurde dieser dem Sachgebietsleiter unter Wahrung rechtlicher Fristen vorgelegt. Die Versicherung war sehr zufrieden. Die Folge dieser Ermittlungen waren für die Zielperson gravierend. Ihr wurde die Versicherung gekündigt, die Zahlung des Tagegeldes wurde eingestellt und die Zielperson musste eine hohe fünfstellige Summe an die Versicherung zurückzahlen.